Psychotherapie
In einer Psychotherapie werden psychische Erkrankungen (sog. psychische Störungen) mit Hilfe wissenschaftlich anerkannter Methoden, Techniken und Interventionen behandelt. Psychische Erkrankungen können sich dabei auf das Erleben (Denken und Fühlen) und das Verhalten auswirken und zu erheblichen Beeinträchtigungen im geistigen und körperlichen Wohlbefinden führen, was u.a. mit Leid, Verunsicherung, Ängsten oder Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen kann.
Das Ziel einer Psychotherapie ist, das Wohlbefinden der Betroienen zu verbessern und Einschränkungen im alltäglichen Leben zu verringern. Nach einer ausführlichen diagnostischen Phase werden wir auf Grundlage Ihrer persönlichen Ziele einen auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan erstellen, um Ihr Wohlbefinden zu verbessern. Besonders wichtig für die Behandlung in unserer Praxis ist, dass Psychotherapeut*in und Patient*in in wertschätzender, transparenter und vertrauensvoller Atmosphäre zusammenarbeiten. Eine Sitzung einer Einzelbehandlung dauert in der Regel 50 Minuten, eine Sitzung einer Gruppentherapie dauert in der Regel 100 Minuten.
Unser Therapieangebot richtet sich an erwachsene Personen ab 18 Jahren.
Unsere Behandlungsschwerpunkte:
- Affektive Störungen (Depression, Bipolare Störungen)
- Ängste/ Phobien
- Zwangsstörungen
- Essstörungen
- Borderline-Persönlichkeitsstörungen
- Sexuelle Orientierung
- ADHS
- Schizophrenie
- Somatoforme Störungen
- Stress/ Burnout/ Mobbing
- Sucht
- Trauma/ Gewalt/ Missbrauch
Unsere Behandlungs-schwerpunkte:
- Affektive Störungen (Depression, Bipolare Störungen)
- Ängste/ Phobien
- Zwangsstörungen
- Essstörungen
- Borderline-Persönlichkeitsstörungen
- Sexuelle Orientierung
- ADHS
- Schizophrenie
- Somatoforme Störungen
- Stress/ Burnout/ Mobbing
- Sucht
- Trauma/ Gewalt/ Missbrauch

Einzeltherapie
In der Einzeltherapie stehen Sie und Ihre persönlichen Themen im Mittelpunkt. Sie arbeiten im 1:1-Rahmen mit Ihrer Behandlerin/ Ihrem Behandler an der Bewältigung belastender Situationen, Gefühle und Gedanken und der Veränderung von Denk- und Verhaltensmustern. Gemeinsam definieren wir Ziele und entwickeln Schritt für Schritt passende Strategien, die Ihren Alltag erleichtern und Ihre psychische Gesundheit stärken. Eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie ist möglich.
Gruppentherapie
In der Gruppentherapie kommen Menschen mit ähnlichen Anliegen zusammen, um sich in einem sicheren Rahmen auszutauschen und voneinander zu lernen. Der gemeinsame Prozess hilft, eigene Themen im Feedback der Gruppe besser zu verstehen und neue Verhaltens- und Kommunikationswege auszuprobieren. Die professionelle Leitung sorgt für Struktur, Unterstützung und eine wertschätzende Atmosphäre, in der persönliches Wachstum und soziale Kompetenz gefördert werden.
Verhaltenstherapie
Verhaltens-therapie
In unserer Praxis wenden wir moderne Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie an. Die kognitive Verhaltenstherapie basiert auf lerntheoretischen Ansätzen und betrachtet psychische Beschwerden als Folge von – oft nichtbewusster – Lernprozessen. Zu Beginn der Therapie werden auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen identifiziert, die zur aktuell belastenden Symptomatik beigetragen haben und weiterhin wirksam sind. Daraus werden persönliche Therapieziele und ein individueller Behandlungsplan abgeleitet. Zum Einsatz kommen anschließend verschiedenste Techniken und Interventionen um eine Veränderung im Denken, Fühlen und Verhalten zu erreichen. Dabei werden bereits vorhandene Ressourcen herausgearbeitet und für den Therapieprozess genutzt. Die Verhaltenstherapie ist handlungsorientiert und versteht sich als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das bedeutet, Ihre aktive Mitarbeit während der Sitzungen und darüber hinaus ist zentral für die Wirkung. Mit Hilfe von Übungen und Aufgaben zwischen den einzelnen Sitzungen, werden erarbeitete Strategien im Alltag erprobt und schrittweise routiniert.
Schematherapie
Die Schematherapie entstand in den 1990er Jahren durch Jeffrey Young in den USA als Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie. Sie integriert die Kognitive Verhaltenstherapie mit Bindungstheorien, Techniken der Gestalttherapie mit einer Betonung der Bedeutung früher Bindungserfahrungen. Hier versteht sie sich als eine Art Bindeglied zwischen der Kognitiven Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischen sowie analytischen Psychotherapieansätzen. Eine zentrale Rolle in der Schematherapie spielen erlebnisorientierte Techniken (Stuhldialoge und Imaginationstechniken) und die bewusste Gestaltung der Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in.
Unter „Schema“ versteht man hierbei ein typisches Muster aus Gedanken, Gefühlen und Empfindungen, die das Verhalten beeinflussen und in der Kindheit erworben wurde.
Die Schemata dienen dazu, die wichtigsten psychischen Grundbedürfnisse zu befriedigen, wie beispielsweise das Bedürfnis nach sicheren Bindungen oder das Bedürfnis nach Autonomie. Wurden die Grundbedürfnisse in der Kindheit häufig nicht befriedigt, können sog. maladaptive Schemata entstehen. Langfristig wirken sie sich negativ auf das Leben der Betroienen und die Beziehungen zu anderen Menschen aus. In der Schematherapie werden diese ungünstigen Erlebens- und Verhaltensmuster, die im Lauf der Lebensgeschichte entstanden sind, bewusst gemacht und so verändert, dass die eigenen Gefühle und Verhaltensweisen besser reguliert und eigene Bedürfnisse auf eine günstigere Weise befriedigt werden können. Langfristig wird so eine Reduktion psychischer Belastungen und Symptome erreicht.
Die Schematherapie wird vor allem in der Behandlung von chronischen, stark ausgeprägten psychischen Störungen eingesetzt. Dazu gehören u.a. chronische Depression, lang anhaltende Angststörungen, substanzbezogene Störungen, Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen.
EMDR
EMDR ist eine wissenschaftlich fundierte und gut strukturierte Psychotherapiemethode. Sie bedeutet Eye Movement Desensitization and Reprocessing (deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung). EMDR wurde in den 1980er Jahren durch Francine Shapiro in den USA als Verfahren zur Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt. In Deutschland wurde die Methode 2006 durch den wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt. Zentral für EMDR ist die Nachverarbeitung von heute noch belastenden Erinnerungen durch bilaterale Stimulation. Dabei folgt die Patientin oder der Patient mit den Augen einem Lichtpunkt, der sich von links nach rechts bewegt. Durch diese Augenbewegung bzw. Stimulation werden die Selbstheilungskräfte unseres Gehirns aktiviert und unterstützt die Verarbeitung der belastenden Erinnerung. Obwohl EMDR ursprünglich für die Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt wurde, wir die Methode heute auch bei zahlreichen anderen psychischen Störungen, wie Depressionen oder Angststörungen erfolgreich eingesetzt.
Dieses Verfahren wird bei uns von Dr. Steffen Schmidgall angeboten. Er befindet sich derzeit in der Weiterbildung zum EMDR-Therapeuten und wendet diese Methode unter regelmäßiger Supervision an.


